Therapeutische Begleitung im Unternehmensbereich
Auch ein Unternehmen, gleichgültig ob klein oder groß, ist durch die in ihm wirkenden Menschen und deren gestalterischen Fähigkeiten und ihre Arbeitsprodukte wie ein lebendiger Organismus zu verstehen. Es laufen in ihm ähnliche Prozesse wie im lebendigen Menschen ab, es finden sich daher auch entsprechende Organtätigkeiten und Funktionsabläufe wie im Lebensorganismus alles Lebendigen.
So kann aber in solcher Lebensorganismus auch seine „Krankheiten“ entwickeln, die natürlich, weil innerhalb dieses Organismus eine Vielzahl an unterschiedlichsten Faktoren zusammenspielen, etwas anders betrachtet und behandelt werden. Aber auch hier steht am Beginn des Behandlungsprozesses eine diagnostische Notwen-digkeit, die dann zur Erkenntnis und Benennung der Störung führt, in deren Folge dann das therapeutische Konzept, die therapeutische Idee, entwickelt werden muss.
Da in einem solchen betrieblichen Prozess immer und zu jedem Zeitpunkt Menschen beteiligt und involviert sind, ist auch der therapeutische Blick auf diese Menschen zu richten. Dazu gehört es, deren Unterschiedlichkeit bezüglich Herkunft und Werdegang, deren Fähigkeiten und Entwicklungsbedürfnisse sowie ihre Stellung innerhalb des gesamten Betriebsorganismus zu erkennen und zu beurteilen. Aus der Gesamtheit der verschiedenen Beurteilungen muss
Inhalt und Ziel einer solchen „therapeutischen“ beratenden und konfliktaufdeckenden Begleitung muss sein, den Beteiligten den zwischenmenschlichen und individuellen Anteil an den Prozessen bewusst zu machen und dadurch über Beachtung und Veränderungen in diesen Bereichen, die Übertragung der Erkenntnisse auf die Lösung innerbetrieblicher Konfliktursachen und Konfliktfolgen zu ermöglichen. Konfliktlös-ungen rein funktional ohne Einbezug der menschlichen Faktoren drohen in der Regel zu scheitern bzw. sich in späteren Zeiten erneut bemerkbar zu machen.
