Integrative Medizin
Unter einer „integrativen Medizin“ versteht man in der Regel die Vereinigung der therapeutischen Breite komplementärmedizinischer Therapien mit den Errungen-schaften moderner naturwissenschaftlicher Medizin. Hier kann es im Zusammenspiel beider Wissenschaftsbereiche zu patientenzentrierten, therapeutischen, aber auch salutogenetisch ausgerichteten Behandlungsansätzen kommen. Das breite Spektrum der sog. „universitären“ Medizin (medikamentöse, operative, chemo-und bestrahlungs Therapien) werden begleitet, unterstützt oder auch primär angewendet aus dem komplementären Bereich (mineralische, pflanzliche und tierische Heilmittelsubstan-zen, Misteltherapien und Hyperthermie, Bewegungstherapien wie Heileurythmie, Tai chi, ChiGong, künstlerische Therapien wie Plastizieren, Malen, Sprachgestaltung – psychotherapeutische biographische Gesprächsarbeit und nicht zu vergessen der spirituelle Bereich menschlicher Existenz mit Meditation, Achtsamkeitsübungen und spiritueller innerseelischer Arbeit).
Es ist also ein alle Dimensionen menschlichen Seins angesprochen und befasst, die eine stets auf das individuelle Heilbedürfnis des erkrankten Menschen ausgerichtet ist. Ziel ist es in diesem Komplex, durch die Erfassung des individuellen Heilungsbedürfnis dem kranken Menschen in diesem Prozess zur Selbstbestimmung und Entscheidungs-autonomie zu führen und ihm Instrumentarien an die Hand zu geben, sein Ich in seinem seelisch-geistigen Sein zu stärken. So kann er wesentlich für sich selbst seine Lebenskräfte und seelischen Fähigkeiten umfassend eigenständig zu stärken, zu festigen und auf dieser Basis seinen Lebensalltag, seine Lebensbestimmung, sein Lebensziel zu verwirklichen.
